Laufjacke für den Winter: Warm bleiben, ohne dich totzuschwitzen
ℹ️ Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.
Kurz gesagt
Laufen im Winter kann richtig schön sein. Wenn die Klamotten stimmen. Den Klassiker kennst du vielleicht: Die erste Viertelstunde frierst du, danach schwitzt du unter der dicken Jacke, und an der roten Ampel kühlst du nass geschwitzt aus. Eine normale Winterjacke ist zum Laufen einfach zu warm und lässt kaum Feuchtigkeit raus.
Von einer Winter-Laufjacke will ich vor allem eins: Sie soll den Wind abhalten. Dazu muss sie Schweiß nach außen lassen, und im Dunkeln sollte man dich sehen. Wie warm die Jacke selbst sein muss, hängt davon ab, was du drunter trägst. Ich hab dir fünf Jacken für unterschiedliches Wetter rausgesucht, von klirrend kalt und trocken bis Schneeregen. Darunter erkläre ich, wie du die Schichten sinnvoll kombinierst.
Inhalt
Vergleichstabelle
| Modell | Ideal für | Stärke | |
|---|---|---|---|
| 🏆 Odlo Zeroweight Warm Laufjacke Meine Allround-Wahl |
kalte, trockene Wintertage | warm & atmungsaktiv | Ansehen → |
| Gore Wear Laufjacke mit Gore-Tex Infinium Winddicht |
windige Tage, Felder, Küste | Windschutz | Ansehen → |
| Salomon Bonatti Trail Jacket Wasserdicht |
Regen, Schneeregen, Trailrunning | leichter Regenschutz | Ansehen → |
| Nike Impossibly Light Windrunner Für milde Wintertage |
Temperaturen um den Gefrierpunkt und darüber | leichter Windschutz | Ansehen → |
| Asics Lite-Show Winter Jacket Sichtbarkeit |
Laufen im Dunkeln an Straßen | Reflektoren | Ansehen → |
Die Modelle im Detail
Odlo Zeroweight Warm Laufjacke
Meine Allround-Wahl- Ideal für
- kalte, trockene Wintertage
- Stärke
- warm & atmungsaktiv
Odlos Zeroweight-Serie siehst du bei uns ständig an Läufern. Die Warm-Variante ist leicht gefüttert bzw. isoliert und für kalte Tage gedacht, an denen du mit Funktionsshirt plus Jacke auskommen willst. Vorne ist sie typischerweise winddicht, am Rücken luftiger.
Für Dauerregen ist sie nichts. Da brauchst du eine Regenjacke.
Vorteile
- warm, ohne dass du gleich überhitzt
- leicht, echter Laufschnitt
- reflektierende Details
Nachteile
- nicht wasserdicht
- bei milden Temperaturen schnell zu warm
Gore Wear Laufjacke mit Gore-Tex Infinium
Winddicht- Ideal für
- windige Tage, Felder, Küste
- Stärke
- Windschutz
Gore Wear verarbeitet seine eigenen Gore-Tex-Infinium-Materialien, früher hieß das Windstopper. Die sind winddicht, ziemlich wasserabweisend und atmen trotzdem, sind aber in der Regel nicht komplett wasserdicht. Wenn du oft über offene Felder läufst, wo dir der Wind im Januar ins Gesicht pfeift, ist das genau dein Material.
Ein Tipp noch: Modellnamen und Schnitte ändern sich bei Gore ständig. Schau auf der Produktseite genau nach, ob du eine gefütterte Winterjacke oder eine dünne Windjacke vor dir hast.
Vorteile
- sehr guter Windschutz
- atmet besser als klassische Regenjacken
- hochwertig verarbeitet
Nachteile
- Premium-Preis
- bei Dauerregen nicht dicht genug
Salomon Bonatti Trail Jacket
Wasserdicht- Ideal für
- Regen, Schneeregen, Trailrunning
- Stärke
- leichter Regenschutz
Sehr leicht, wasserdicht und klein zusammenpackbar. Trailläufer mögen die Bonatti, weil sie in viele Laufwesten passt und häufig als Pflichtausrüstung durchgeht (frag aber trotzdem beim jeweiligen Veranstalter nach).
Wärmen tut sie selbst kaum. Im Winter brauchst du darunter also eine warme Mittelschicht. Und wenn du Gas gibst, kann es innen feucht werden.
Vorteile
- wasserdicht und sehr leicht
- passt klein gefaltet in jede Weste
- gute Außenschicht über Fleece
Nachteile
- wärmt kaum
- atmet schlechter als eine Windjacke
Nike Impossibly Light Windrunner
Für milde Wintertage- Ideal für
- Temperaturen um den Gefrierpunkt und darüber
- Stärke
- leichter Windschutz
Den Windrunner kennt fast jeder, Nike baut ihn auch in laufspezifischen Varianten. Als dünne Windjacke über einem Langarm-Funktionsshirt passt er gut zu Herbst, Frühjahr und milden Wintertagen. Je nach Modell sind Reflektoren dran.
Wird es richtig kalt oder nass, reicht er allein nicht. Und pass beim Bestellen auf, dass du die Laufversion erwischst und nicht die Freizeitjacke.
Vorteile
- leicht und vielseitig
- auch im Frühjahr und Herbst im Einsatz
- viele Größen und Farben
Nachteile
- wenig Wärme
- Freizeit- und Laufversion leicht zu verwechseln
Asics Lite-Show Winter Jacket
Sichtbarkeit- Ideal für
- Laufen im Dunkeln an Straßen
- Stärke
- Reflektoren
Lite-Show heißt bei Asics die Linie mit großflächigen Reflektoren. Die Winterjacke wärmt leicht und leuchtet im Scheinwerferlicht richtig auf. Wenn du nach Feierabend im Dunkeln an Straßen entlangläufst, ist das ein echter Sicherheitsgewinn.
Das Angebot wechselt von Saison zu Saison. Schau deshalb auf der Produktseite nach, wie die aktuelle Version gefüttert ist, wie wasserabweisend sie ist und wie sie geschnitten ist.
Vorteile
- im Dunkeln gut zu sehen
- leicht gefüttert
- echter Laufschnitt
Nachteile
- nicht jede Saison gleich gut verfügbar
- nichts für starken Regen
So ziehst du dich im Winter zum Laufen richtig an
1. Das Zwiebelprinzip
Lieber mehrere dünne Schichten als eine dicke Jacke:
- Basisschicht: eng anliegendes Funktionsshirt aus Kunstfaser oder Merino, das den Schweiß von der Haut wegleitet. Bitte keine Baumwolle, die bleibt nass und du frierst.
- Mittelschicht (wenn es kalt ist): dünnes Fleece oder ein wärmeres Langarmshirt.
- Außenschicht: die Laufjacke gegen Wind und Nässe.
Meine Faustregel: Beim Loslaufen darfst du ruhig leicht frieren. Nach etwa zehn Minuten ist dir warm. Ist dir schon an der Haustür mollig, hast du zu viel an.
2. Winddicht, wasserabweisend oder wasserdicht?
- Winddicht: An den meisten Wintertagen das Wichtigste. Wind kühlt dich stärker aus als die Temperatur allein.
- Wasserabweisend: Hält Niesel und Schnee eine Weile ab und atmet trotzdem.
- Wasserdicht: Brauchst du bei Dauerregen und Schneeregen. Dafür wird es bei hohem Tempo innen schneller feucht.
Willst du nur eine Jacke kaufen, würde ich in den meisten Ecken Deutschlands zu einer winddichten, wasserabweisenden Jacke raten. Eine leichte Regenjacke kannst du für die richtig nassen Tage später noch dazuholen.
3. Sichtbarkeit
Im Dezember ist es um 17 Uhr stockdunkel. Reflektoren an Jacke, Hose und Schuhen und helle Farben sorgen dafür, dass Autofahrer dich früher sehen. Eine Stirnlampe oder ein kleines Rücklicht macht das Ganze noch sicherer.
4. Passform und Details
Die Jacke sollte körpernah sitzen, aber nicht so eng, dass keine Mittelschicht mehr drunter passt. Ein etwas längerer Rücken ist angenehm, Daumenschlaufen auch. Dazu eine Brusttasche fürs Handy und ein durchgehender Reißverschluss, den du zum Lüften aufziehen kannst. Eine Kapuze ist bei Regen praktisch. Lässt sie sich nicht verstellen, flattert sie aber nur rum.
5. Der Rest zählt auch
Über Kopf, Hände und Hals verlierst du schnell Wärme. Eine dünne Mütze oder ein Stirnband, leichte Laufhandschuhe und ein Schlauchtuch bringen oft mehr als eine dickere Jacke. Für die Beine reicht meistens eine lange Tights, bei starker Kälte eine gefütterte.
Häufige Fragen
Ab welcher Temperatur brauche ich eine Winter-Laufjacke?
Das ist ziemlich individuell. Viele steigen bei einstelligen Temperaturen von Shirt und Weste auf eine Jacke um. Unter null oder bei starkem Wind wird eine winddichte, leicht wärmende Jacke dann wirklich wichtig.
Muss eine Laufjacke wasserdicht sein?
Nein, nicht unbedingt. Wasserdicht lohnt sich, wenn du auch bei Dauerregen rausgehst. Bei trockener Kälte und leichtem Niesel ist eine winddichte, wasserabweisende Jacke meistens angenehmer, weil sie besser atmet.
Was ziehe ich bei minus fünf Grad zum Laufen an?
Funktionsshirt, darüber ein dünnes Fleece oder ein wärmeres Langarmshirt und eine winddichte Laufjacke. Dazu gefütterte Tights, Mütze, Handschuhe und Schlauchtuch. Wie viel du davon wirklich brauchst, hängt von deinem Tempo, vom Wind und davon ab, wie verfroren du bist.
Wie wasche ich eine Laufjacke mit Membran?
Mit Funktionswaschmittel, ohne Weichspüler und mit zugezogenen Reißverschlüssen. Manche Hersteller empfehlen, die Imprägnierung danach mit etwas Wärme im Trockner aufzufrischen. Was auf dem Pflegeetikett steht, gilt.
Mein Fazit
Wenn du nur eine Winterjacke kaufen willst und meistens bei trockener Kälte läufst, nimm die Odlo Zeroweight Warm. Läufst du oft auf offenem Feld, wo der Wind richtig zieht, würde ich das Geld für eine Gore Wear Jacke mit Infinium ausgeben. Die Salomon Bonatti Trail ist für mich keine Winterjacke, sondern die Regenschicht obendrauf, und genau so solltest du sie auch kaufen. Den Windrunner brauchst du eigentlich nur, wenn es bei dir selten richtig kalt wird. Und läufst du viel an Straßen, wäre mir die Asics Lite-Show wegen der Reflektoren die Sache wert. Und denk dran, ohne vernünftige Schichten darunter frierst oder schwitzt du auch in der besten Jacke.